Social Networks und Noise – Rauschen in sozialen Netzwerken

Bei Colby Brown bin ich auf einen interessanten Artikel gestossen. Dieser Artikel ist wirklich lesenswert. Er beschreibt die Vor- und Nachteile der verschiedenen Netzwerke, aber auch so etwas wie „Noise“. Das ist es, was mich seit längerem beschäftigt, bei Colby Brown in verständliche Worte gefasst, abgesehen von der englischen Sprache 😉
Wer in einem sozialen Netzwerk (Facebook, Google+, Twitter, etc.) ist, kennt das Problem: Das E-Mail-Postfach ist voll von Hinweisen auf „wichtige“ Ereignisse auf Facebook, wöchentliche Zusammenfassungen, „Sie wurden markiert…“, „Ihre Freunde warten…“, etc. Im Stream und im Postfach tauchen Meldungen auf, welche mich eigentlich gar nicht interessieren. Kurz: Viele Meldungen und Posts, welche man NICHT sehen möchte. Diese nennt man Neudeutsch offenbar „Noise“.
Wie reduziert man „Noise“? Auf der einen Seite muss man die Einstellungen im Profil so setzen, dass möglichst wenige Mails verschickt werden, auch keine Meldungen an das Smartphone. Das ist aber nur ein Teil des Rauschens. Der noch störendere Teil ist das Rauschen im Stream. Gemeint sind Artikel, welche einen nicht interessieren, Leute, welche viel zu viel posten und sich viel zu oft zu Wort melden. Hier muss man halt auf einige „Freunde“ verzichten oder  jemandem eben nicht mehr „folgen“. Wenn man das so einfach trennen könnte, dann wäre das ja einfach. Das ist es aber nicht, wenn jemand Beiträge zu verschiedenen Themen postet. Es kann durchaus sein, dass die einen Posts interessieren, andere aber nicht. Dann wird es schwieriger.
Hier kommen Algorithmen ins Spiel. Was ich nicht gewusst habe ist offenbar der Umstand, dass bei Facebook nicht jede Personen die gleichen Posts von einer Person sieht. Das heisst konkret: Wenn ich etwas poste, dann entscheidet offenbar das System von Facebook, wer von meinen Freunden diesen Artikel überhaupt sieht. Nach welchen Kriterien das passiert, ist nicht bekannt. Wen wundert das noch?
Doch eigentlich ist ein solcher Algorithmus nur ein logischer Schluss. Nur so behält man bei einem breiten Stream mit vielen Freunden den Überblick. Aber lieber hätte ich es, wenn man das selber beeinflussen kann. Bei Google+ und Twitter gibt es #Tags, also Stichworte, welche man setzen kann. Jetzt müsste man nur noch einen Filter setzen können, um bestimmte Beiträge auf Grund des #Tags ausblenden können. Das geht so leider noch nicht.
Ich z. B. poste Beiträge zum Thema „Fotografie“ und zur „Informatik“. Jetzt könnte ich zu den entsprechenden Artikeln das passende #Tag setzen und jedermann könnte sich die passenden Artikel herausfiltern. Das bedingt aber, dass man die entsprechenden Stichworte einfügt. Wenn man das nicht macht, dann wird es schwierig. Auf Google+ kann man einen „Beitrag ignorieren“. Das ist aber Handarbeit. Soll das automatisch passieren, dann muss das System herausfinden, aus welchem Grund ein Beitrag ignoriert wird. Wenn das sogar nur ein Foto ohne Text ist, dann wird es noch schwieriger. Offenbar ist Facebook in diesem Bereich einiges weiter in der Entwicklung als Google+. Nur eben wie gewohnt recht intransparent.
Deshalb geht der Aufruf in die Richtung, wenn möglich #Tags einzusetzen. Und Google zu bitten, in Google+ Negativ- oder Positivfilter auf diese #Tags setzen zu können. Andere Arten von Filtern sind natürlich auch willkommen. Dann könnte man selber filtern und „Noise“ reduzieren. Das ist künftig unabdingbar.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s