„Cloud“ – Daten verschlüsseln

„Cloud“ ist ein häufiger Begriff in Zusammenhang geworden. Er kommt wohl daher, dass man in den Netzwerkdiagrammen das Netzwerk und besonders das Internet als Wolke zeichnet. Man meint damit häufig, dass Daten und Programme zunehmend irgendwo auf einem Server zur Verfügung gestellt werden und diese Server und Services befinden sich nicht mehr im lokalen PC oder im lokalen Netzwerk, sondern im Internet. Diese Server werden von „fremden“ Administratoren bewirtschaftet, oft befinden sich die Server auch in andern Ländern mit anderen Datenschutzgesetzen. Allenfalls haben fremde Regierungen und Sicherheitsdienste auf die dort gelagerten Daten Zugriff oder sie können sich darauf Zugriff verschaffen.

Deshalb gibt es einige Dienste wie Dropbox (dropbox.com), welche eine asynchrone Verschlüsselung einsetzen. Das heisst, die Administratoren des Services können auch bei Druckversuchen nicht auf die Daten zugreifen. Wenn man das nicht glaubt, muss man selber die (wichtigsten, persönlichsten, geheimsten, …) Daten verschlüsseln. Viele Daten sind nicht so relevant, diese kann man problemlos in der Dropbox oder auf ähnlichen Plattformen ablegen.

Wie verschlüsselt man Daten?

Man installiert die Software „Truecrypt“. In dieser Software erstellt man einen „Container“. Diesen Container kann man wie eine Datei handhaben, also kopieren, verschieben, löschen. Diesen Container kann man ins lokale Dateisystem einbinden und unter Windows z. B. über einen zusätzlichen Laufwerksbuchstaben befüllen und managen. Wird die Datei wieder aus dem Dateisystem entfernt, dann ist der Container mit einer Passphrase geschützt.

Wie greift man auf diese Daten von einem anderen PC aus zu?

Damit die Daten des Containers auf einem anderen PC wieder zur Verfügung stehen, muss man den Container auf einen USB-Stick, eine externen Harddisk kopieren oder diese eben in der „Cloud“ ablegen. Der Container ist aber vielleicht 1 GB gross. Das dauert dann auch mit einer dicken Internet-Leitung recht lange. Auch das Kopieren auf USB-Stick ist in diesem Fall nicht wirklich komfortabel. Hier kommt wieder die Dropbox zum Zuge. Die Dropbox hat einen raffinierten Mechanismus eingebaut. Sie unterstützt das „Rsync“-Protokoll. Dieses erlaubt es dem Betriebssystem, genau die Differenzen der lokalen und der entfernten Version (Cloud) auf Byte-Ebene auszugleichen. Das geht verhältnismässig rasch. Gewöhnlich sind Änderungen eines Truecrypt-Containers innerhalb von 2 Minuten synchronisiert. (Ich verwende regelmässig einen 3.4 GB grossen Container.) Das bedeutet, dass ich nach dem unmounten eines Truecrypt-Containers 2 Minuten warten muss, bevor ich den Rechner herunterfahre. Umgekehrt muss ich beim Systemstart auf einem anderen Rechner ca. 2 Minuten warten, bis die Änderungen dort wieder vorgenommen wurden.

Klar ist, dass das erste Hochladen der Daten dauert. Bei mir sind das ca. 7 Stunden.

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